"die kunst baut überall eine heimat" johann wolfgang von goethe 1749-1832
                                            "die kunst baut überall eine heimat"     johann wolfgang von goethe 1749-1832

Sonnabend 19. August 2017

18.00 Uhr Vernissage

 

heimat lll

open space skulptur-objekt-installation

 

Vernissage: Sonnabend 19.August 2017 18 Uhr

Begrüßung: Stefan Rautenkranz kunstverein burgwedel-isernhagen

Einführung: Viktoria Krüger kunstverein burgwedel-isernhagen – GEDOK

Musikalisches: Walkact mit den Marshmallows / Klarinette-Banjo-Saxofon

 

Der kunstverein burgwedel-isernhagen artclub e.v. lädt am 19. August 2017 ab 18 Uhr in die „Freiluftgalerie“ Alter Park in Großburgwedel zum dritten Teil seiner Ausstellungsreihe unter dem Thema Heimat. Der kunstverein möchte mit dieser Ausstellungsreihe den Versuch eingehen mit Hilfe künstlerischer Auseinandersetzung Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit zu geben.

Zum Heimatbegriff gehören auch Traditionen und mit dieser Ausstellung wird die Tradition der Ausstellungen im Alten Park in Burgwedel fortgesetzt.

Der kunstverein konnte für die 12.Parkausstellung sieben international arbeitende Künstlerinnen und Künstler um den Hannoverschen Bildhauer Michael Zwingmann gewinnen sich mit der schwierigen Begrifflichkeit „Heimat“ künstlerisch auseinander zu setzen.

Das Ergebnis: Sieben künstlerische Positionen – auf ganz unterschiedlichen Ebenen - bis Ende Oktober wird der Spaziergänger, der Anwohner und der Besucher sich mit Skulpturen, Objekten und Installationen zum Thema Heimat bei einem Besuch seines „Heimatparks“auseinander setzen können.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler:

 

Frank Fuhrmann / Deutschland / Installation

Chieko Fumikura / Japan / Installation

Helmut Hennig / Deutschland / Schwarm-installation

Wolfgang Jeske / Deutschland / LandArt

Harald Thomas / Deutschland / Objekt

Kwanho Yuh / Korea / Skulptur

Michael Zwingmann / Skulptur

 

Ausstellungsort:

Alter Park – Thönser Straße – Großburgwedel

Ausstellungszeiten: 19.08. - 29.10.2017 0-24 Uhr

Eintritt frei

Veranstalter: kunstverein burgwedel-isernhagen artclub e.v.

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Donnerstag 01.Juni 2017

18.00 Uhr Vernissage mit Musik

 

 

 

 

 

 

 

 

motiv - motivation,       neue spitze"

Neue Arbeiten von Uta Ulrich Textilentwerferin

 

Ein Kooperationsprojekt mit der GEDOK NiedersachsenHannover

 

Begrüßung: Viktoria Krüger, 1. Vorsitzende der GEDOK NiedersachsenHannover e. V. und Stefan Rautenkranz, 1. Vorsitzender des kunstverein burgwedel/isernhagen artclub e. v.

Einführung: Helga Kambartel, Kunsthistorikerin

Musikalische Umrahmung: Ursula Daues am Klavier mit Werken von Jürgen Ulrich

KulturKaffee Rautenkranz, Hauptstraße 68, 30916 Isernhagen

Öffnungszeiten: So 14 - 18 Uhr

Ausstellungzeit: 1. Juni - 30. August 2017

 

An Motivation, künstlerisch tätig zu sein, fehlt es der Textilentwerferin Uta Ulrich, Jahrgang 1940, wahrlich nicht, eher an der Zeit, alle Ideen zu verwirklichen.

An Motiven für ihre Klöppelarbeiten besteht auch kein Mangel. Sie findet sie überall. Ihre Inspirationsquellen sind geometrische Muster, mikroskopische Aufnahmen, Naturbeobachtungen, Papierfaltungen… nicht zuletzt bestimmt die Klöppeltechnik mit ihren eigenen Gesetzen selbst, was machbar ist oder auch im Experiment erweitert werden kann. Dabei sind Grenzüber-schreitungen durchaus beabsichtigt.

So war es kein Zufall, dass Uta Ulrich ihrer diesjährigen Einzelausstellung im Kulturkaffee Rautenkranz den Titel „Motiv – Motivation“ gegeben hat. Es ist die erste Ausstellung, die der Kunstverein Burgwedel-Isernhagen diesem über 500 Jahre alten Kunsthandwerk widmet. Für die GEDOK Niedersachsen/Hannover sind Uta Ulrichs Arbeiten eine Fortsetzung der Tradition, zwei Klöpplerinnen, Leni Matthaei und Johanna Harre, gehörten zu den Gründungsmitgliedern dieser Künstlerinnenvereinigung.

Ab dem 1. Juni können sich die Besucher auf außergewöhnliche Textilarbeiten freuen und sich von dem überraschen lassen, was unter zeitgenössischer Klöppelspitze zu verstehen ist: Selbständige Kunstobjekte, Klöppelarbeiten grafisch, malerisch, auch dreidimensional.

 

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich das Bild des Kunsthandwerks Klöppeln grundlegend gewandelt. Die Klöppelspitze wurde nicht mehr nur als Gebrauchsgegenstand von anonymen Klöpplerinnen und als europaweit gehandelte Ware hergestellt, sondern erlebte eine Wende.

In Abkehr von historischen Vorbildern und der industriell gefertigten Massenware begannen namhafte Künstlerinnen und Künstler die Spitzentechnik als Ausdrucksmittel für ihre Werke zu nutzen. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren der beiden Weltkriege drohte Spitze im Allgemeinen in Vergessenheit zu geraten. Doch vereinzelt fanden Entwerferinnen zu einem eigenen Stil und erhoben Gestaltungen in der Klöppeltechnik zu Kunstwerken von hohem Wert.

Allen voran Leni Matthaei, die lange ihren Arbeits-und Lebensmittelpunkt in Hannover hatte.

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebte die Klöppelspitze dann eine neue Blüte. Ausgehend von akademisch ausgebildeten Entwerferinnen der damaligen Tschechoslowakei traten großformatige Klöppelarbeiten ihren Siegeszug rund um die Welt an. Klöppelspitze war kein rein europäisches Kulturgut mehr.

 

In ihrer Ausbildung als staatlich geprüfte Textilentwerferin an der Werkkunstschule Hannover war diese Technik nicht vorgesehen gewesen. Mehr durch Zufall geriet Uta Ulrich in den 70er Jahren an diese Handarbeit. Da sie zu der Zeit Lehrerin für Textilgestaltung an einem Gymnasium war, fühlte sie sich verpflichtet, auch diese Technik zu erlernen, um sie weitergeben zu können. Es war ein mühsamer Prozess des autodidaktischen Aneignens. Denn es gab so gut wie keine Literatur im damaligen Westdeutschland und erst recht keine Klöppellehrerin, der sie über die Schulter hätte schauen können. Zu der wurde sie dann selber, weil ihr das Klöppeln so spannend und ausbaufähig und für die moderne Textilgestaltung geeignet erschien.

Uta Ulrichs Spitzen sind Experimentierfreude, Neugierde auf ungewöhnliche Materialverarbeitungen sowie eine offensichtliche Lust anzusehen, dreidimensionale Gebilde zu erschaffen. Manche Motive begleiten sie schon ihr ganzes Klöppelleben lang, „und immer noch fordern sie mich heraus, sie neu und anders zu sehen. Ich habe noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die in ihnen stecken.“

 

 

Künstlerführung:

Am Sonntag, dem 13.08 2017 um 17 Uhr führt Uta Ulrich durch die Ausstellung und zeigt das Klöppeln.

 

Veranstalter: Gedok NiedersachsenHannover + kunstverein burgwedel-isernhagen artclub e.v.

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