Donnerstag, 03.November 2016 18 Uhr Vernissage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vier –

berliner perspektiven

 

Annette Polzer · Jutta Barth · Jürgen Kellig · Siegrid Müller-Holtz

 

Der kunstverein burgwedel-isernhagen lädt am Donnerstag 03. november 2016 zur Ausstellungseröffnung „vier – berliner perspektiven“

Die Mitglieder der Berliner Künstlergruppe „CONNEX_BERLIN“ präsentieren in einer Gemeinschaftsausstellung an zwei Orten Malerei, Zeichnung, Fotografie, Collage und Assemblage. Gemeinsam ist den abstrakten, meist seriellen Arbeiten der sparsame Einsatz der jeweiligen Mittel und eine Reduktion auf das Wesentliche, sowie die Einbeziehung von Licht und Schatten. Es sind zum einen lineare Strukturen an der Wand und in der Zeichnung, zum anderen eine zurückhaltende Farbigkeit in der Malerei, der Assemblage und der Fotografie, die dem Betrachter Raum für eigene Assoziationen freigeben.
Bei der Konzeption von Ausstellungen ist die Bezugnahme auf die räumliche Situation ein wichtiges Kriterium.

 

Der erste Teil der Ausstellungseröffnung findet um 18 Uhr in den Räumen der Volksbank Burgwedel, Hannoversche str. 6, Großburgwedel statt.

Anschließend bittet der kunstverein zum zweiten Teil mit einer Einführung von Viktoria Krüger (GEDOK HannoverNiedersachsen) ab 19 Uhr ins Rathaus Burgwedel, Fuhrberger str. 4, Großburgwedel.

Die Künstler sind anwesend. Musikalisch wird die Ausstellungseröffnung unterstütz von Johanna Schneider und Andrea Schneider Hagel (Percussion und Marimba)

 

ANNETTE POLZER

Geboren in Hagen/ Westfalen.
Lebt und arbeitet seit 1985 in Berlin.

1980 – 1982 Privater Kunstunterricht bei Hellwig Pütter, Hagen
1982 – 1984 Unterricht bei Erich Krian, Andreas Rosenthal, Dortmund
1985 Sommerakademie Marburg
1985 – 1986 Unterricht bei Annegret Hauffe und Jean Yves Klein
1986 – 1988 Gasthörerin an der Udk, bei Prof. Peter Müller, Aktzeichnen;
Jo Hagège, Zeichnen; Peter Weitzner, Objekttheater;
Theaterseminar mit Heiner Müller
2012 Japanischer Farbholzschnitt bei Eva Pietzker
Statement

Die künstlerischen Arbeiten befassen sich mit den Themen Licht, Wahrnehmung, Veränderung, Auflösung des Gesehenen und Grenzen.

Das Prinzip der Serie und die Reduktion auf das formal und farblich Wesentliche sind Bestandteil der Arbeiten. Die Arbeitstechnik wechselt entsprechend der Serie.

In den Fotografien bestimmen Abstraktionen von realen Lichtsituationen die Bilder. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer malerischen Sichtweise.


JUTTA BARTH

Geboren in Stuttgart

Studien:1969-71 PH Esslingen -Kunsterziehung und Deutsch,

1973-81 FU Berlin -Dipl. Psych.

Seit 1993 freie Bildende Künstlerin (Bilder und Objekte)

-Ausstellungen seit 1986

Lehraufträge:

1999-2001 Uni Hannover FB Ästhet.Erziehung,

2003-2011 EFB Berlin FB Päd. Medien

Mitgliedschaften:

Seit 1998 BBK Berlin

2007 VBK Berlin,

seit 2014 zweite Vorsitzende des VBK

Kunstpreis: 9.Salon Arts Actuels, Magngy-en-Vexin,F,

Preis für besondere Techniken

Statement

Das Material,seine Anmutung, ist der Ausgangspunkt für die Gestaltung.

Zum einen, das handgeschöpfte, pigmentierte Recyclingbütten und zum

anderen das vorwiegend pflanzliche Material, das in die Papiermasse

eingelassen oder mit Pulpe überschöpft wird.

Es sind fragmentierte Naturmaterialien, zum Beispiel Blattskelette,

herausgehoben aus dem natürlichen Zusammenhang – ein Dialog von Erinnerung und Erscheinung. Mit sparsamen Mitteln wird das Vergangene durch den kreativen Prozess revitalisiert,überzeichnet und in eine neue Seinsform

transformiert.

 

JÜRGEN KELLIG

1953-75 in Berlin geboren, Ausbildung als Technischer Zeichner

1975-85 Reisen: Europa, Asien, Afrika, Nord-und Mittelamerika

seit 1995 Bildender Künstler: Zeichnung, Malerei, Fotografie

zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland

1996-2005 Atelierhaus Perleberger Straße,Berlin-Moabit

seit 2006 Atelierhaus Sigmaringer Straße, Berlin-Wilmersdorf

(Atelierstipendium Senat Berlin)

seit 1997 Mitglied im BBK-Berlin,

seit 2007 Mitglied im Verein Berliner Künstler

(2008-12 im Vorstand)
2016 Berliner Grafikkalender

bis 2007 informell-gestische Malerei, danach Streifen, monochrome Arbeiten.

seit 2008 zunehmend "konkrete" Zeichnungen, Arbeiten auf Papier.
Seit 2016 auch Druckgrafik

Statement
Seit 2008 entstehen Arbeiten zum Thema “Mikro-Makro” (wie im Kleinen so im Großen).Hier geht es generell um Rhythmus und Struktur, und besonders um das Wechselspiel von Chaos und Ordnung, um die Ähnlichkeiten von Mikro- und Makrokosmos, um das Erforschen und Erfahren größerer Zusammenhänge dieser Welt.
Die Mittel sind bewusst einfach gewählt: Pinsel oder Feder, Tusche auf Papier bei den Zeichnungen und Öl auf Leinwand bei der Malerei.
Die Arbeiten entstehen alle durch intuitives, meist rhythmisches Setzen, Aneinanderreihung und /oder Überlagerung von möglichst gleichartigen Linien, Punkten oder anderer einfacher Formen

 

Siegrid Müller –Holtz

Siegrid Müller-Holtz, geb. 1948 in Stralsund, aufgewachsen in Krefeld lebt in Berlin und arbeitet in Caputh, bei Potsdam. Von 1968 bis 1971 studierte sie an der Hochschule in Münster Kunst und Pädagogik. Seit 1989 ist sie freischaffend tätig. Die Künstlerin ist im In-und Ausland vertreten.

Statement
Vielseitigkeit und die Lust am Kombinieren von Bildideen mit verschiedenen Materialien bestimmen das Schaffen der Künstlerin. Informell – experimentell- abstrakt - poetisch sind ihre spannungsreichen SEHSTÜCKE, versetzt mit Fundstücken, wie Wellpappe, Stoffe, Papierfetzen, Landkarten, Natursand in unterschiedlichster Beschaffenheit aus aller Herren Länder.

Die gefundenen Materialien werden durch die Bearbeitung einer neuen Bestimmung zugeführt.

Man kann in die BILDERWELTEN der Malerin hineinhorchen, verweilen, die Sinne schweifen lassen, und hinausblicken in die Weite. .Die Assoziationen sind unerschöpflich.

 

Ausstellungsdauer: 03. November – 15. Dezember 2016

Öffnungszeiten :

Rathaus Burgwedel: Mo, Di, Do, Fr 8:00-, Di14:30-18:00, Mo+Do14:00-17:00 Uhr Mi geschlossen.

Volksbank Burgwedel: Mo+Di 8:00-17:00, Do 8:00-18:00, Mi+Fr 8:00 – 12:00 uhr

Veranstalter: kunstverein burgwedel-isernhagen, Schulweg 2, 30916 Isernhagen

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IntraRegionale in Burgwedel Der Aufbau 04.06.2016

 

IntraRegionale

 

2016BURGWEDEL

 

verlängert bis ende märz 2017!

 

Die Region Hannover wird zum Ausstellungsraum für großformatige Landschaftskunst und zeigt die Landschaftsräume aus ungewöhnlichen Blickwinkeln.


Der kunstverein burgwedel-isernhagen präsentiert auf einem Wiesengrundstück am Mühlenbruchdamm zwischen der Straßen Storchenwiese und Kuckucksbusch (Großburgwedel)den international tätigen Licht- und Landartkünstler Jan-Philip Scheibe aus Hamburg mit dem Kunstprojekt „House of Wind“. In einem Rahmen aus Doppel T-Trägern (b 5,5m, t 2,2m, h 2,8m) werden an den waagerechten Streben umlaufend bunte Streifenvorhänge angebracht.

 

Aus der Werkbeschreibung des Künstlers:

Das Rauschen

Das Rauschen der nahen A7 vermischt sich mit dem Rauschen der Blätter und Zweige der mächtigen Weiden. Manchmal rauscht ein Zug auf der Strecke HH-H vorbei und komplettiert den Soundscape.

Das nahe Neubaugebiet ist schon nicht mehr so neu, die Bäume in den angelegten Gärten schon dreißig oder fünfunddreißig Jahre alt. Die Kinder der Neubaugeneration aus dem Haus. Vielleicht kommen einige bald mit der Enkelgeneration zurück, die Mieten in den großen Städten für Familien nicht mehr bezahlbar. Dann gibt es wieder Versteckspiel und Völkerball auf den Straßen. Aber nicht zu nah an den Bahndamm, so die Warnungen der Großeltern.

 

Die Storchenwiese

Die Bauarbeiten zur Erschließung der Wiese am Pötterteich sollen noch diesen Sommer beginnen. Aktueller Wohnbedarf ist also auch hier vorhanden. Verdichtung der Landschaft. Erst hinter dem Bahndamm beginnt dann die große Ferne der norddeutscher Kulturlandschaft. Dahinter liegt Hamburg mit Hafen und der Welt. Autobahn und Bahnstrecken waren ja schon immer Sehnsuchtsorte der Transition.

Die Baumgruppe in der Mitte und das Binsengras im versumpften hinterem Teil komplettiert das ideale Bild einer Wiese. Vielleicht dreimal in guten Jahren kommter der Bauer zum Heuschnitt. Ansonsten bietet die Wiese ein gelungene Kulisse für Spaziergänge mit dem Hund.

Während der Heumahd, dem ersten Heuschnitt im Frühsommer wird dieses Jahr auf der Wiese dem Sommerwind ein Denkmal gesetzt. Das „House of Wind“ macht durch die Streifen der bunten Vorhänge die Richtung und Intensität des Windes sichtbar.

 

Der Sommerwind

Die bunten Streifenvorhänge aus PVC oder PE Folie werden noch verkauft. In den 70er Jahren waren sie fast allgegenwärtig. An der thermopendoppelverglasten Tür des Neubaus aus Stahlbeton waren sie häufig ebenso angebracht wie an windschiefen Türen unrenovierter Bauernhäuschen.

Dazu sang Peggy March im schrebbeligen Transitorradio.

 

Ich kann mich an das Gefühl auf der Haut beim Durchgehen erinnern und an das Rascheln und das Aufbäumen der Streifen im lauen Sommerwind.

 

Zu diesen Sommererinnerungsbildern gehört das Eis, das damals noch aus direkt aus Kühltruhen privater Häuser an die Kinder der Nachbarschaft verkauft wurde. Oder der Himbeersirup in viel zu hoher Konzentration.

Die Intensität des Duftes der Sommerlandschaft, die Blumen und Schmetterlinge, die abstrahlende Wärme des Bodens noch bis tief in die Nacht.

Und dazu sang der Sommerwind.

 

Das Rahmengerüst aus oberflächenrostigen massiven Doppel T-Trägern wirkt auf der freien Wiese wie der verlassener Rest eines Behelfsbaues. Vielleicht wie die Ruine einer Ackerscheune einer bäuerlichen Landwirtschaft. Durch das Anbringen der Streifenvorhänge, deren Bewegungen im Wind, den vielfältigen Farben im Spiel mit den Sonnenstrahlen bekommt die schwere Konstruktion eine leichte, fast schon schwebende Anmutung. Ich mag diesen Kontrast.

Das „House of Wind“ bleibt unmöbliert. Vielleicht baut sich irgendjemand eine kleine Bank.

 

Jan-Philip Scheibe

1972 Geburt in Lemgo
lebt in Hamburg

Stipendien (Auswahl)

2013 Artist in Residence, platform Vaasa, FIN
2011 DIVA – Danish International Visiting Artists Exchange Programme, Aabenraa, DK
2011 Aufenthaltsstipendium Pro Artibus, Ekenäs, FIN
2006 Jahresstipendium der Künstlerhäuser Worpswede
2004 Projektförderung Goethe Institut La Paz, BOL

Geladene Wettbewerbe

2013 „Die sieben Schöpfungstage Gottes“ Friedhof Blankenese (wird realisiert)
2012 Platzgestaltung Nygade, Aabenraa DK (wird realisiert) mit Stefan Grundner
2011 „Licht.Wasser.Turm“ Lippstadt (besondere Erwähnung)
2010 Bärwaldersee 2010
2005 Skulpturbienale Münsterland (realisiert)

Ausstellungen/Projekte im öffentlichen Raum/Performance (Auswahl)

2013 Lichtpromenade Lippstadt
2013 FULL OF LIFE, Das kleine Schwarze, Hamburg
2013 shouldered street light, Spiekeroog/Norbotten/Worpswede

2012 MAIS//overhanging fruit, GrensWerte, NL/D
2012 Up the trees, Kunstmuseet Brundlund Slot, Aabenraa, DK
2012 ARTweek EXTRA! 2012, Aabenraa, DK
2012 happiness light, X-Bunker Sønderborg, DK
2012 shouldered street light/Lappland, PAiN/European festival of the light, Lappland, S

2011 shouldered street light/The Baltic Sea Journey, Pro Artibus Foundation Ekenäs, FIN
2011 shouldered street light, X-Bunker Sonderborg, Dk
2011 dual nature, ARTweek Exhibition Space, Aabenraa, Dk

2010 Land schaffen, Vorwerk Syke (kat.)
2010 Kulturgut Poggenhagen
2010 MARTa, Herford
2010 Universität Bonn
2010 Autotroph, Loki Schmidt Haus Hamburg

2009 Köln Skulptur 5, Skulpturenpark Köln (kat)
2009 "ARTweek“, Aabenraa DK
2009 Kunsthalle Lelkendorf (kat)
2009 „Das Paradies – ein verbotener Garten?“, KIK Hannover (K)
2009 Goethe Institut Schwäbisch Hall

 

Die Veranstalter der IntraRegionale 2016:

 

Imago – Kunstverein Wedemark e.V. (Bissendorf)
KIK e.V. – Kunst in Kontakt (Hannover)
KulturGut Poggenhagen e.V. (Neustadt a. Rbge.)
Kunstraum Benther Berg e.V. (Ronnenberg)
Kunst und Begegnung Hermannshof e.V. (Springe-Völksen)
Kunstverein Barsinghausen e.V.
kunstverein burgwedel-isernhagen artclub e.V.
Kunstverein Langenhagen e.V.
Kunstverein Neustadt a. Rbge. e.V.
Meerkunstraum e.V. (Wunstorf-Steinhude).

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